Im Normalfall wird die Strecke von Bangkok nach Siem Reap in Kambodscha geflogen. Unser Interesse war es, auch einmal den Landweg zu erkunden und die nahezu unbekannten Landschaften zu besichtigen. Wir sind in östlicher Richtung zum Khao Yai Nationalpark gefahren, der für seine üppige Vegetation und seine große Tierpopulation bekannt ist.

Khao Yai Nationalpark

Wir standen am Fuße eines etwa 500 Meter hohen Berges, inmitten von großen Zuckerrohrfeldern. Hier gab es nichts zu sehen, außer ein etwas zehn Meter großes Loch im Berg. Wir unterhielten uns gerade mit einem der Ranger des Parks, als auf einmal Bewegung in die Szenerie kam. Einige Adler und andere große Raubvögel begannen, den Berg zu umkreisen. Mittlerweile hatten sich zirka 20 weitere Besucher zu uns gesellt und alle starten wie gebannt auf das Loch im Berg und auf die Vögel. Nun sah man ein paar Fledermäuse aus der Höhle fliegen, noch mehr, noch viel mehr …! Es war ein unglaubliches Naturschauspiel. Es müssen, ohne Übertreibung, Millionen gewesen sein, die sich hier mit Einbruch der Dunkelheit auf den Weg machten, eine kilometerlange schwarze Straße am Himmel bildeten und nach einer Stunde am Horizont verschwanden.

Am nächsten Morgen sind wir entlang malerischer Straßen durch den dichten Urwald gefahren. Wir brauchten nicht lange auf die ersten Bewohner des Waldes zu warten. Nach wenigen Minuten konnten wir bereits die ersten Affen bei waghalsigen Sprüngen von den Baumkronen bewundern und die buntesten Vögel beobachten. Nach einiger Zeit hielten wir am Straßenrand, um einen der zahlreichen Wasserfälle zu besuchen. Man konnte die Wassermassen zwar schon sehr deutlich hören, jedoch nicht sehen. So sah ich erst sehr viel später, wie viele Stufen man in das Tal hinuntersteigen musste. Der Anblick war allerdings die Mühen allemal wert.

Obwohl dieses Schauspiel in der Regenzeit sicher wesentlich beeindruckender sein muss, war die Aussicht von der Plattform gewaltig. Danach ging es wieder zurück zur Straße, und unsere Reise führte uns tiefer in den Nationalpark. Uns war schon auf dem Fußweg zum Wasserfall aufgefallen, dass etwa zwei Meter hohe, aneinandergereihte Betonsäulen den Wald trennten. Dies waren Absperrungen für die wilden Elefanten im Nationalpark, da sich die Dickhäuter vor der Errichtung dieser Grenzen oft zu nah an den Rand des Wasserfalls gewagt hatten und dann in die Tiefe stürzten. Plötzlich standen zwei Wildelefanten mitten auf der Straße und bewegten sich gemächlich der Straße entlang. Es war schon beeindruckend vor einem dieser Riesen zu stehen.
Nachdem die Straße wieder frei war und wir die Stelle passieren konnten, fuhren wir in einen kleinen Ort inmitten des Parks. Wir trauten unseren Augen nicht! Auf einmal stand ein ausgewachsener Hirsch mitten im Ort und fraß genüsslich im Garten eines Hauses.

Über die Grenze nach Kambodscha

Nach dem Verlassen des Nationalparks fuhren wir weiter nach Aranyaprathet, der Grenzstadt auf thailändischer Seite. Wir mussten das Auto wechseln, da thailändische Fahrzeuge nicht nach Kambodscha fahren dürfen. Zu Fuß haben wir die ca. 300 Meter vom Parkplatz zu der Grenzstation zurückgelegt und überquerten mit tausenden anderen Menschen die Grenze. Dies ist einer der am meisten frequentierten asiatischen Grenzübergänge, da sehr viele Kambodschaner in Thailand arbeiten bzw. umgekehrt. Nach den relativ problemlosen Formalitäten an der Grenze gingen wir ebenfalls zu Fuß in unser Hotel, welches nur ca. 50 Meter hinter der Grenzstation lag.

Es befinden sich hier eine Vielzahl sehr guter Hotels mit vier und fünf Sternen, alle mit Casino. In Thailand ist das Glücksspiel verboten, hier in Kambodscha aber erlaubt. Jeden Tag kommen Menschenmassen aus Thailand hierher um dem Glückspiel zu frönen. In den Hotels sieht es aus wie in Las Vegas. Überall stehen Spielautomaten, denn rund um die Uhr hat man die Möglichkeit sein Urlaubsbudget aufzubessern.

Richtung Siem Reap

Am nächsten Tag holte uns unser kambodschanischer Agenturchef mit dem Auto aus der Grenzstadt Poi Pet ab, und es ging in Richtung Siem Reap, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung der Tempelanlagen von Angkor. Da die Ausbauarbeiten der Straße zwischen der Grenze und Siem Reap nun endlich fertig waren, dauerte die Fahrt nur mehr knappe zwei Stunden. Die beeindruckenden Tempelanlagen standen aber dieses Mal nicht auf meinem Plan. Nach ausführlichen Besprechungen und Hotelbesichtigungen unserer Hotels in der Stadt gingen wir am Abend in ein wunderbares französisches Lokal und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Am Tonle Sap

Am nächsten Tag stand eine Bootsfahrt auf dem Plan. Wir fuhren zu dem nahe gelegenen Hafen der Stadt und bestiegen eines der im kambodschanischen Stil gebauten Schiffe. Da der Tonle Sap zu dieser Jahreszeit relativ wenig Wasser führt, dauerte unsere Fahrt nach Battambang ungefähr fünf Stunden. Normalerweise ist das in drei Stunden zu bewältigen. Die mitgebrachten Lunchpakete und die herrliche Aussicht verkürzen aber die Fahrt. Bestens gelaunt kamen wir in Battambang in der Nähe unseres Hotels an. Wir hatten heute noch etwas Besonders vor uns, denn wir wollten mit der Bamboo Train fahren.

Bamboo Train

Wie kann man sich das vorstellen?  Vor dem Krieg in Kambodscha gab es auf den vorhandenen Gleisen eine regelmäßige Zugsverbindung. Durch den Krieg wurden allerdings große Teile der Gleisanlagen zerstört und die Eisenbahnen verschwanden.

Findige Einheimische kamen nun auf die Idee, die intakten Gleise zu nutzen und bauten sich selbst Fahrzeuge, welche auf den Schienen fortbewegt werden konnten. Zunächst wurden diese filigranen Fahrzeuge händisch mit Muskelkraft bewegt und brachten auf diese Art Einheimische, Bauern und Waren von einem Ort in den nächsten. Mittlerweile werden Bamboo-Trains von Rasenmähermotoren angetrieben, haben aber nach wie vor die gleichen Aufgaben. Mit einem etwas mulmigen Gefühl setzten wir uns auf die Gefährte und schon ging es los.
Interessant ist die Lösung bei Gegenverkehr auf den eingleisigen Schienen: Kommt ein anderer Bamboo-Train entgegen, halten beide an. Nach kurzer und intensiver Diskussion der Fahrer mussten die Gästen eines der beiden Gefährte absteigen.
Der Fahrer und der Helfer hoben den Bamboo-Train dann von den Gleisen und der andere Zug konnte passieren. Danach wurde dieser wieder auf die Gleise gehoben, die Passagiere stiegen auf und schon ging es zügig weiter, vorbei an Feldern, kleinen Dörfern, über Brücken und Flüsse. Wir hatten unsere Fahrt so geplant, dass wir den Sonnenuntergang bei einer alten Brücke erlebten. Alles in allem, ein wirklich tolles und unvergessliches Erlebnis! Gemütlich fuhren wir dann zum Hotel zurück und genossen unseren letzten Abend in Kambodscha.

Zurück nach Thailand

Am nächsten Tag erreichten wir nach etwa dreistündiger Fahrt thailändisches Territorium. Nach kurzen Grenzformalitäten saßen wir schon wieder im Auto und fuhren in das Küstenstädtchen Rayong.
Unser Speedboot auf die Trauminsel Koh Samet erwartete uns schon. In nur zwanzig Minuten erreichten wir den weißen Traumstrand vor dem Sae Kaew Beach Ressort. Nach einem herzlichen Empfang durch den Manager des komplett renovierten Hotels bezogen wir unsere Zimmer im neuerbauten Trakt mit den wunderschönen Premier-Zimmern. Die Seite von Koh Samet, an welchem dieses Hotel liegt, hat mir persönlich immer schon am besten gefallen. Der breite, weiße Sandstrand ist ideal zum Baden und die vielen Restaurants und Bars bieten sowohl am Tag als auch am Abend hervorragende Küche. Am Abend kann herrlich am Strand bei Feuershows sitzen.

Weiter nach Chiang Mai

Mein leider zu kurzer Besuch auf der Trauminsel neigte sich dem Ende zu, es ging bereits wieder weiter in Richtung Bangkok, wo schon unser Flug in den Norden Thailands auf uns wartete.
Nach nur zweistündiger Fahrt erreichen den Flughafen in Bangkok und flogen nach Chiang Mai. Ich wollte die neuen Luxus-Ressorts in den Bergen der Hauptstadt des Nordens besichtigen. Die waldreiche, bergige Region wurde in den letzten Jahren von vielen Hotelketten entdeckt, welche wunderbare Ressorts, unweit der Stadt, in den Bergen gebaut haben. Besonders beeindruckt hat mich das Panviman in Chiang Mai. Nur zirka 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt dieses Ressort malerisch in den Bergen Chiang Mais. Für Naturliebhaber und Erholungssuchende wäre das eine optimale Empfehlung. Relaxen pur, ein hervorragendes Spa und eine großartige Küche.

Golfen im Norden Thailands

Für den nächsten Tag haben wir die relativ unbekannten Golfplätze unter die Lupe genommen. Einfach Großartig! Das angenehme, nicht zu heiße Klima und die unglaubliche Landschaft bieten hervorragende Möglichkeiten für das Golfen. Besonders gut gefallen hat mir persönlich der Chiangmai Highlands Golf Club. Die Green-Fees sind übrigens wesentlich günstiger als im Süden Thailands.

Langhalsfrauen

Auf gar keine Fall sollte man in Chiang Mai den Besuch der Langhalsfrauen versäumen. Unweit der Stadt wurde in Zusammenarbeit mit der thailändischen Regierung ein Dorf gebaut, wo verschiedene Volksstämme leben, ihre Bräuche und Lebensart beibehalten und somit diese auch für die nächsten Generationen bewahren.

 

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