Bali ist nicht groß, passt in seiner Ost-West-Ausdehnung locker zwischen Wien und Linz, doch was dieses 5.561 km² große Eiland zu bieten hat, macht es zu einem unvergleichbaren Reiseziel.

Was den Aufenthalt auf Bali so einzigartig macht, ist die Kombination aus Strand, Sand, Sonne und Meer mit einem faszinierenden Hinterland, verschwenderischer Natur und einer bezaubernden Bevölkerung. Fadesse ist ein Fremdwort, hat im Urlaubsgepäck nirgends Platz. Und einen Vergleich mit einem anderen Urlaubsziel brauchen Sie gar nicht erst anzustellen.

Bali ist unverwechselbar und einzigartig. Dolce far niente in den erstklassigen Hotels, während in den Dörfern der Reisanbau den Lebensrhythmus taktet. Und wo beim Feuertanz das monotone „ke-cak-ke-cak“ der Männer in den schwarz-weiß-gewürfelten Sarongs die Geschichte von Rama und Sita begleitet.

Natur trifft Kunst. Oder umgekehrt.

Gianyar: Hier in der zentralbalinesischen Provinz hat die Schöpfung eine Meisterleistung vollbracht. Und die betörende Natur hat hier bezaubernde Gesellschaft bekommen durch die Kunst!

In Ubud wurde in den 30er-Jahren eine künstlerische Revolution eingeleitet. Westliches vermischte sich mit Lokalem zu einem grandiosen Cocktail, der in der Malerei neue Stilrichtungen gebar. Ubud wurde weithin zum Inbegriff von Kultur und Landschaft. Mittlerweile gibt’s hier eine schier unüberschaubare Zahl an Unterkünften, Restaurants und Shops. Apropos Essen: Kehren Sie unbedingt ein beim Franko-Amerikaner Chris Salans. Sein Restaurant, das Mozaic, könnte es mit den europäischen Gourmet-Tempeln locker aufnehmen. Das liegt aber nicht nur an der Genialität des Gastronomen, da hat auch das fruchtbare Bali mit seinem Überangebot an frischen Agrarprodukten gewaltigen Anteil.

Suchen Sie nicht nach Sudi

Auf keiner balinesischen Landkarte werden Sie Sudi finden. So heißt nämlich eine Tanzschule nahe dem kleinen Ort Blahbatuh in Zentralbali. Trotz des Tourismus haben sich auf Bali uralte Traditionen halten können. Und noch immer ist es für balinesische Mädchen ein Traum, eine berühmte Tänzerin zu werden. In der Sudi-Tanzschule üben schon die Kleinsten – ob Bub, ob Mädel – zu den Klängen des Gamelan-Orchesters.

Wenn dann diese entzückenden Kleinen mit ihren prächtigen Kostümen zu den großen Trommeln, den Metalophonen und Xylophonen, den Cymbeln, Gongs und Bambusflöten ihre Tanzschritte setzen, dich maskenhaft aus dunklen Augen anblicken, dann vermeint man, die Anwesenheit von Dämonen und Geistern zu spüren. Auf alle Fälle ist es ein unvergessliches Erlebnis, das man nicht missen sollte.

Essen

Fernost-Reisende vermissen oft ihre gewohnte westeuropäische Kost. Auf Bali habe ich das noch von niemandem vernommen. Geht wohl auch nicht, denn was die balinesische Küche auf den Teller – oder aufs Bananenblatt – zaubert, ist so phänomenal wie abwechslungsreich. Und es ist eine Geschmacksrichtung, die unserem Gaumen entspricht. Von den zahlreichen fahrenden Küchen sollte man nicht essen, auch wenn es noch so verlockend riecht. Doch in den kleinen Restaurants ist bedenkenloses Schmausen angesagt. Süßes, Scharfes, Pikantes, Saures. Gebraten, gekocht, gegrillt, etwa Spanferkel, wie man es bei Kirtagen nicht besser bekommen kann.

  • Kuttelsuppe (Soto Babat)
  • Schneckensuppe (Jukut Kakul)
  • gebratenes Rindfleisch in Kokosmilch
  • Ochsenzunge in Muskatsoße (Semur Lidah)
  • balinesisches Lamm
  • gebratene Ente im Bananenblatt
  • Fangfrisches aus dem Meer, knusprig gegrillt, und natürlich Reis

Der gebratene Reis, Nasi Goreng, kennt auf Bali so viele Rezepte wie Köche. Dazu gibt’s übrigens köstliches lokales Bier – oder Hutton, ein ganz ausgezeichneter trockener Rosé. Mahlzeit und Prost!

Kleine Schwester

Bali hat den Ruf, keine perfekte Badedestination zu sein. Dieses Pauschalurteil ist unrichtig, denn es gilt, für sich den „richtigen“ Strand rauszusuchen. Und das ist eine subjektive Auswahl, denn der eine liebt’s turbulent, der andere sucht Ruhe, ein Dritter will tauchen. Was da zu tun ist, verrät Ihnen der Kasten „TripTipps“. Doch Baden kann man auch auf Balis kleiner Schwester, der Insel Lombok.

Während im dünn besiedelten Norden Teakwälder das Landschaftsbild prägen, ist die Westküste mit dem Senggigi Beach ein Badeparadies schlechthin.

Der Postkarten-Kitsch mit Sonne und Sand und türkisfarbenem Meer und romantischen Sonnenuntergängen stimmt tatsächlich.

Mein Tipp für die Unterbringung:

Die Royal Pool Villas. Und wem der Senggigi Beach noch immer nicht genügt, der schippert mit einem Boot zu den Gilis. Das sind kleine Inseln mit traumhaft klarem Wasser. Gili Air oder Gili Meno oder Gili Trawangan. Da macht Schnorcheln Spaß, noch mehr aber Tauchen. Übrigens, ein deutsches Ehepaar betreibt da seine Tauchschule!

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Über den Autor:


Während seines Studiums sammelte Mustafa Erfahrungen in der Reise- und Fluglinien-Branche. Seine Leidenschaft ist das Reisen und das Kennenlernen neuer Kulturen. Das Wasser ist sein Element und er nützt jede Gelegenheit zum Schwimmen.
E-Mail: mustafa.ilerin@taipan.at
Tel.: +43 (1) 90 229-814