Brasilien: on the sunny side

Zu bestaunen gibt es viel in diesem aufregenden Land, über das sich ein Füllhorn an beeindruckenden Naturwundern ergossen hat. Alles in einer Reise unterzubringen, erfordert einiges an Zeit – aber man kann ja öfters zu Besuch kommen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten im Überblick

  • Iguazú Wasserfälle: wildes Naturschauspiel
  • Rio de Janeiro: Zuckerhut, Copacabana und Corcovado
  • Salvador da Bahia und die historische Altstadt
  • Pantanal: exotische Wildtiere
  • Amazonas: artenreicher Regenwald mit der Metropole Manaus
  • Ouro Preto: prachtvoller Barock
  • Linha Verde: Bilderbuchstrände wie Praia do Forte
  • Olinda: Liebe auf den zweiten Blick
  • Nationalpark Lençóis Maranhenses: wasserreiche Wüste
  • Parati: autofreie, alte Goldgräberstadt
  • Fernando de Noronha: paradiesische Inselgruppe im Atlantik

Iguazú ist zweifellos das größte Naturwunder Südbrasiliens! Breiter als die gewaltigen Victoriafälle und höher als die Niagarafälle sind sie zweifelsohne eines der größten Naturschauspiele des Kontinents. Das Herzstück ist die Teufelsschlucht, die ihrem Namen alle Ehre macht.

Rio de Janeiro bietet mit seiner üppigen Vegetation, dem tiefblauen Meer und den strahlend weißen Sandstränden eine unglaubliche Szenerie. Kulturbegeisterte, Sonnenanbeter, aber auch Shopping-Freaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Ein Blick vom Corcovado mit der Christus-Statue oder vom Zuckerhut offenbart die unglaubliche Schönheit dieser Metropole.

Salvador da Bahia steht für grenzenlose Lebendigkeit und afro-brasilianische Kultur. Die Stadt an der Allerheiligenbucht ist nicht nur für ihre fantastischen Badestrände, sondern auch für ihre historische Altstadt bekannt. Mit den Barockkirchen und Klöstern aus dem 17. und 18. Jahrhundert zählt Salvador zu den eindrucksvollsten kolonialen Städten Brasiliens.

Geheimnisvoll und magisch ist der mächtige Amazonas, der mit dem ihn umgebenden tropischen Regenwald die Lunge unserer Erde ist. Die Hitliste seiner Fauna führen Jaguar und Faultier an, aber auch der Tukan mit seinem bunten Schnabel ist hier heimisch.

Das Pantanal – eines der weltweit größten Sumpfgebiete – wartet mit einer epochalen Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten auf. Bei Bootsfahrten und Wanderungen erforscht man diesen Artenreichtum.

Kultur

Das Geheimnis der Brasilianer? Mit einem Lachen geht alles besser, denn ändern lassen sich gewisse Umstände ohnehin nicht. Die Einwohner sind herzlich, kontaktfreudig, spontan und guter Laune – das ist ansteckend und macht einen Aufenthalt so entspannend.

Das Temperament der Brasilianer zeigt sich nicht nur während des berühmten Karnevals in Rio, wo ausgelassen Samba getanzt wird, sondern auch in den Musikstilen wie Capoeira, Bossa Nova und Tropicália. Auch der Nationalsport Fußball profitiert von der Dynamik und der schwungvollen Energie seiner Spieler. Pelé, Ronaldinho, Kaká, Ronaldo und Neymar sind Superstars, die wohl jeder kennt.

Auch die Formel-1-Rennfahrer Rubens Barrichello und Ayrton Senna sind bekannte brasilianische Sportler, die für ihr Land das Beste gegeben haben.

Wer hat noch nicht von den wunderbaren Geschichten Paulo Coelhos gehört, der in Rio de Janeiro geboren wurde? Sein berührender Roman „Der Alchimist“ wurde in 80 Sprachen übersetzt.

Übrigens, mit Spanisch kommt man in Brasilien nicht weit. Hier spricht man Portugiesisch.

Kulinarik

Von einer „brasilianischen“ Küche kann man bei einer Einwohnerzahl von rund 208 Millionen nicht sprechen. Durch die Größe des Landes, den Bevölkerungsmix aus Indigenen, Europäern und Afrikanern sowie die verschiedenen klimatischen Regionen gibt es eine bunte Palette an kulinarischen Angeboten. Besonders geprägt hat aber naturgemäß die alte Kolonialmacht Portugal die Essgewohnheiten. So werden noch heute Bacalhau, schwarze Bohnen, Reis und Maniok zu köstlichen Gerichten verarbeitet.

Koriander ist eine essenzielle Zutat und wird wie Petersilie verwendet. Wer sich damit nicht anfreunden kann, tut gut daran, dies bereits bei der Speisenbestellung kundzutun.

Unentbehrlich ist auch Knoblauch, der sich in fast allen Gerichten wiederfindet.

Fehlen darf auch Pimenta-malagueta nicht. Scharfe Pfefferschoten, die eine antibakterielle Wirkung haben – sind also der Gesundheit förderlich.

Ein Besuch einer typischen Churrascaria ist ein Muss für alle Fleischliebhaber. Bei diesem „all-you-can-eat“-Konzept balancieren Kellner schwere Fleischspieße verschiedenster Sorten durch das Restaurant und schneiden davon auf Zuruf entsprechende Portionen auf die Teller. Dazu gibt es Beilagen wie Salate, Mais, die obligatorischen schwarzen Bohnen, Reis und Erdäpfel. Ein Gaumen- und Augenschmaus!

Bom apetite:

  • Feijoada: deftiger Eintopf aus schwarzen Bohnen und Fleisch – das Nationalgericht
  • Churrasco misto: gegrilltes Fleisch am Spieß
  • Bobó de camarão: cremige Suppe aus Maniok, Garnelen und Gewürzen
  • Pao de queijo: Käsebällchen
  • Moqueca: Mix aus Suppe und Eintopf aus Fisch, Kokosmilch und Gewürzen
  • Tacacá: traditionelle Suppe aus Jambublättern und Maniok
  • Pirarucu: in Paranussmilch gekochter Amazonasfisch
  • Vatapá: Mus aus Weißbrot und Shrimps
  • Acarajé: pikante, frittierte Kuchen aus gemahlenen Bohnen und Krabben
  • Canjica: Dessert aus Mais, Milch und Zucker
  • Quindim: Kokoskuchen

Zu jedem guten Essen gehört natürlich auch die passende flüssige Begleitung.

Cerveja – Bier ist das meist konsumierte Getränk. In heißen Tropennächten zischt nichts besser als ein gut gekühltes Blondes. Antárctica, Bohemia und Brahma sind bekannte Marken.

Brasilianischer Wein gewinnt mehr und mehr Liebhaber und kann sich durchaus mit den Rebensäften aus Chile und Australien messen. Das wichtigste Anbaugebiet ist die Serra Gaúcha, wo kleine Familienbetriebe Weiß- und Rotweine in hoher Qualität erzeugen.

Alkohol-Abstinente greifen zu Fruchtsäften. Köstliche, exotische Cocktails werden aus einer Vielzahl auch uns unbekannter Obstsorten gemixt. Wer länger im Land bleibt, hat mehr Gelegenheit zu kosten.

Das colaähnliche Guaraná stimulierte schon die Indios. Es ist ein hervorragender Durstlöscher und nebenbei auch noch ein Wachmacher.

Apropos Wachmacher: Kaffee wird überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken. Fast 30 % aller Kaffeebohnen weltweit stammen aus Brasilien.

Das Nationalgetränk Caipirinha ist mit seinem Land so verbunden wie Käse mit Frankreich und liegt auch in unseren Breiten voll im Trend. Der Zuckerrohrschnaps Cachaça, Eis, brauner Zucker und Limetten sind die Ingredienzien für diesen erfrischenden Cocktail. Aber Vorsicht: Schwipsgefahr!

Beste Reisezeit für Brasilien

Brasilien ist das einzige Land mit einem zusammenhängenden Staatsgebiet, das von Nord nach Süd vier aufeinanderfolgende Klimazonen umfasst. Die optimale Reisezeit ist somit abhängig von der bereisten Region.

Im Norden und Osten ist das Klima tropisch, weiter nach Süden wird es subtropisch und es können im Jahresverlauf doch deutliche Temperaturunterschiede auftreten.

Die Küsten im Nordosten weisen ganzjährig Werte um die 30 °Grad auf, wobei es von Juli bis Dezember am wenigsten regnet.

Während der Monate Oktober bis April ist Regenzeit im Pantanal – eine Reise ist nicht anzuraten.

Das Amazonasbecken weist über das ganze Jahr gesehen Regenfälle auf, die sich jedoch in der Trockenzeit (Juli bis Dezember) auf circa zwei Stunden pro Tag beschränken.

Klimatabelle für Rio de Janeiro:

Monat Sonnenstunden

pro Tag

durchschnittliche Tagestemperatur Regentage

pro Monat

Jänner 5 30 2
Februar 7 30 1
März 4 30 1
April 4 29 1
Mai 5 26 1
Juni 5 25 1
Juli 5 25 1
August 5 25 1
September 5 25 2
Oktober 5 26 2
November 4 27 1
Dezember 4 30 2

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Über den Autor:


Susanna blickt bereits auf 35 Jahre Erfahrung in der Reisebürobranche zurück. Ihre unterschiedlichen Reisen nach Asien, Südamerika und auf den afrikanischen Kontinent sind Motivation und Inspiration für ihre Arbeit.
E-Mail: susanne.raidl@taipan.at
Tel.: +43 (1) 90 229-912