Wenn man, wie ich und fast nur beruflich bedingt, schon sehr oft in Russisch-Fernost und in China war, auch die meisten der fernen Länder Südostasiens oft bereist hat, ist man überzeugt, dass es nur mehr wenig Außergewöhnliches, Überraschendes geben kann. Wie beispielsweise bei meiner ersten Reise nach Nordkorea. Doch ich lag falsch. Die Möglichkeit zur Inforeise in den nahen Osten kam eigentlich überraschend. Das Reiseprogramm unterschied sich auch irgendwie überraschend von den Städteflugprogrammen anderer Länder Osteuropas. Und was ich dort sehen konnte und entdeckte, war die ultimative Überraschung. Das Ziel: Ins unbekannte Moldawien. Nicht wie sonst 9000, sondern nur 900 Kilometer von Wien entfernt.

Wir waren mehrere Touristiker. Darunter zwei Taipanesen, die richtig begierig waren, die Hauptstadt Chisinau und deren Umgebung genauest kennenzulernen. Ich fand rasch heraus: der eine (Manuel) ist eher für den Tag zuständig. Der andere (Günter) muss sich für die Abendexkursionen opfern, die manchmal erst spätabends endeten. Mir, dem Einzelgänger, war keine Aufteilung oder Unterbrechung gestattet. Zurückgekommen sind wir alle etwas erschöpft, aber begeistert. Wir haben so viel gesehen, erfahren, gelernt. Viel gegessen, noch mehr getrunken. Man hat keine Chance gegen die gigantische Gastfreundschaft der Moldawier. Vom Wein wurden wir quasi überschwemmt.

Oh wie schön ist Moldawa…

Weitere Details und Beiträge werden auf diesem Reiseblog noch folgen. Tagesberichte von Manuel, und dunkle Reportagen von Günter. Wobei: man kann sich auch tagsüber im Finsteren, in manchem Labyrinth verirren, wenn man Ins unbekannte Moldawien reist. Wenn man nämlich neugierig und interessiert die weltweit größten Weinkeller besucht. In die man mit Taxi oder Reisebus einfahren kann oder auf Grund der kilometerlangen, unterirdischen Kellergassen eigentlich einfahren muss.

TaiPan Reiseblog - Moldawien - Im Weinkeller von Milesti Mici

Ja und dann waren wir bei unserer Reise Ins unbekannte Moldawien auch noch in einem Staat, den es offiziell gar nicht gibt.  Bei dessen Einreise man kontrolliert wird (nicht unfreundlich!), den Pass abgeben muss, keine verdächtigen Gegenstände einführen und nicht fotografieren darf. Deren Grenzbeamte grüne Tellerkappen tragen, die größer sind als die Pizza vom Vulcano in der Ungargasse. Und damit ihre Grenzerkollegen sowie die Polizisten und Militärs zwischen Belarus und der Mongolei in den Schatten stellen.

TaiPan Reiseblog - Moldawien - Einreise Transnistrien

Wo liegt Transnistrien?

Wir hatten den Fluss Dnjistr überquert und befanden uns am östlichen Ufer, also irgendwie im Jenseits. Reisten damit in die Republik Transnistrien ein. Was unsere Tour zur Kombinationsreise machte. Zwei Länder in drei Tagen ist auch für den geübten Touristiker an sich eine Belastung. Details werden auf diesen Blogseiten noch folgen. Aber kurz erklärt:

  • Die Republik Transnistrien (oder in der einfach auszusprechenden Eigenbezeichnung die Pridnestrowische Moldauische Republik), hat sich nach Auflösung der Sowjetunion 1990 von der Republik Moldau (Moldawien) abgetrennt und ist ein De-Facto-Regime. Weltweit von Niemandem als souveräner Staat anerkannt.
  • Transnistrien ist etwa so groß wie das Burgenland, der Anteil an der moldawischen Landesfläche beträgt etwas mehr als 10%.
  • Als wir von unserem Ausflug zurückkamen, fiel uns spontan der Name „Skurrilistan“ ein. Doch wir waren uns alle einig: absolut sehenswert. Also für einen längeren Halbtagsausflug mit Mittagessen und Weinprobe. Und Kaviarverkostung.
  • Transnistrien ist politisch und wirtschaftlich Richtung Russland orientiert. Doch nicht einmal dieses hat Transnistrien anerkannt.
  • Die dementsprechend nicht anerkannte Hauptstadt heißt Tiraspol.

Einig waren wir uns darin, dass eine Reise nach Moldawien zahlreiche hochinteressante Programmmöglichkeiten und die Begegnung mit alter Kultur, Religion und sehenswerter Natur bietet. Und am Wein kommt man sowieso nicht vorbei.

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