Namibia – stylische Landschaften

Zwischen den Flüssen Oranje, Kunene und Okavango liegt dieses facettenreiche Land im Südwesten Afrikas. Karg, rau, unendlich weit in den Wüsten der Namib und Kalahari aber umso artenreicher im Etosha Nationalpark. Eine beinahe grenzenlose Vielfalt an landschaftlichen und kulturellen Highlights erwartet den Besucher.

Die Top Sehenswürdigkeiten im Überblick:

  • Etosha Nationalpark: zweitgrößtes Wildschutzgebiet Afrikas
  • Fish River Canyon: nach dem Grand Canyon die weltweit größte Schlucht
  • Damaraland mit den fossilen Baumriesen
  • Swakopmund: deutsch koloniales Seebad am Südatlantik
  • Walvis Bay: buntes Vogelschutzgebiet im Watt
  • Sesriem Canyon: spektakuläre Steilwände
  • Dornstrauchsavanne Kalahari
  • Sossusvlei: weltweit höchste Sanddünen
  • Twyfelfontain: steinzeitliche Felsmalereien
  • Skeleton coast: größter Schiffsfriedhof
  • Ai-Ais: einsamer Nationalpark mit beeindruckender Fauna und Flora

Ein absoluter Höhepunkt jeder Namibia-Reise ist ein Besuch des Fish River Canyons im Süden des Landes. Mit einer Länge von ca. 160 km, einer durchschnittlichen Breite von bis zu 27 km sowie einer Tiefe bis zu 550 m ist er Afrikas größter Canyon.

Der wohl märchenhafteste Sandkasten der Welt ist wohl das Sossusvlei in der Namib-Wüste. Mit seinen in verschiedenen orangerot schattierten Dünen, die bis zu 300 m hoch sind, erzeugt er bei jedem Besucher Gänsehaut-Feeling pur!

Ein Besuchermagnet ist der Etosha-Nationalpark, der mit rund 22 Tausend km2 das zweitgrößte Wildschutzgebiet des Kontinents ist. Die „Big Five“ sind hier mit Glück zu sichten: Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden und Büffel.

Eine Zeitreise von mehreren hundert Millionen Jahren in die Vergangenheit unternimmt man im Versteinerten Wald mit seinen bis zu 30 m langen, fossilen Baumriesen. Sogar Jahresringe sind an manchen Giganten trotz des hohen Alters noch erkennbar. Berührt man sie jedoch, sind sie kalt wie Stein – ein außergewöhnliches Phänomen.

Allerlei

Wer Namibia zum ersten Mal bereist, wird vom noch immer vorhandenen deutschen Einfluss überrascht sein. Die Architektur in den Städten Swakopmund und Lüderitz trägt unverkennbar eine deutsche Handschrift in Form von Jugendstil- und Fachwerkhäusern. Schwarzwälder Kirschtorte am Rande der Wüste inklusive.

Bedingt durch die Namib-Wüste ist das Land mit nur rund 2,5 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt, obwohl es mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist. Die Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen ethnischen Gruppen mit jeweils eigener Sprache und Kultur zusammen. Als Ureinwohner des südwestlichen Afrikas gelten die San (auch Bushman genannt), die zum großen Teil für die prähistorischen Felsmalereien und Gravuren verantwortlich zeichnen. Andere Stämme sind Ovambo, Kavango, Damara und Herero.

Namibia sieht sich wie sein Nachbar Südafrika als „Regenbogennation“ und hält den Grundsatz „one Namibia, one nation“ aufrecht. Obwohl natürlich auch hier die ethnische Zugehörigkeit eine Rolle spielt, gewinnt man den Eindruck, dass die Bewohner doch in erster Linie „Namibier“ sind.

Kultur spielt sich vor allem in der Hauptstadt Windhoek sowie in Swakopmund und Omaruru ab. Neben Präsentationen auf diversen Plattformen wie z.B. dem Goethe-Zentrum, dem British Council oder der Deutschen Höheren Privatschule gibt es ganzjährig traditionelle Feste. Das Marula Fruit Festival findet zwischen März und Mai statt und huldigt dem „Omagongo“, einem Getränk, das aus der Frucht des Marula-Baumes hergestellt wird.

Eine namibische Besonderheit ist der Köcherbaum, der nicht nur Namensgeber für einen ganzen Wald nordöstlich von Keetmanshoop, sondern auch ein Wahrzeichen des Landes ist.

Endemisch in der Namib-Wüste wächst die Welwitschie, eine uralte und einzigartige Pflanze, die es bis ins Staatswappen geschafft hat. Vom Aussehen recht hässlich, hat sie doch ihre Fans, die ihr jährlich einen Besuch abstatten.

Kulinarik

Fleisch muss sein! Ob Rind, Strauß, Antilope oder Springbock, gebraten, gegrillt oder getrocknet: Fleisch wird in allen Variationen geliebt. Die namibische Küche ist von deutschen, südafrikanischen und traditionellen Einflüssen durchzogen. Zutaten und Gerichte haben sich bis heute zu einem interessanten Potpourri gemischt.

Manche Delikatessen gibt es nur selten im Jahr wie z.B. grünen Spargel, Kalahari-Trüffel oder Omajowa, Pilze, die auf Termitenhügeln gedeihen.

Wie sagt schon ein Sprichwort: Liebe geht durch den Magen. Und ein Land muss unbedingt auch von seiner kulinarischen Seite bereist werden.

Bitte kosten:

  • Biltong: Snack aus getrocknetem Fleisch
  • Boerewors: würzige Bratwurst
  • Droëwors: Trockenwurst
  • Mopane: frittierte Raupen
  • Oshiwambo: Huhn inkl. Füßen
  • Milipap: gekochter Maisbrei
  • Crayfish: am besten fangfrisch an der Küste
  • Omajova: Pilze

Appletizer und Grapetizer

gibt es in der Dose. Die kohlensäurehaltigen Säfte aus Äpfeln bzw. Trauben sind ausgezeichnete Durstlöscher.

Windhoek Lager

Nach dem deutschen Reinheitsgebot wird dieses mit 4% Alkoholgehalt leichte und herbe Bier gebraut. Eine spritzige Erfrischung.

Oshikundu

Eine alte Tradition hat die Verarbeitung von verschiedenen Hirsesorten zu Bier. Meist wird dieses Getränk zu Hause mit variablem Alkoholgehalt gebraut und erfreut sich insbesondere bei der schwarzen Bevölkerung großer Beliebtheit.

Rock-Shandy

Unter den Sundownern hat sich der Rock-Shandy einen festen Platz erobert. Beginnen Sie den Abend mit diesem frischen Mixgetränk aus Angostura Bitter bevor Sie mit Wein oder Bier fortfahren.

Savanna Dry

Ein süffiger Cider aus herben Äpfeln wie z.B. Granny Smith.

Oshikandela

Diese saure Milch gibt es in verschiedenen Varianten: pur, gesüßt oder versetzt mit Früchten. Sie schmeckt auch wunderbar zum Maisbrei.

Springbock

Ein genialer Mix aus dem cremigen Likör Amarula und Pfefferminzlikör. Eisgekühlt schmeckt dieses süffige grün-goldene Getränk am besten.

Beste Reisezeit für Namibia

Die Jahreszeiten sind den unseren entgegengesetzt. Grob kann das subtropisch kontinentale Klima in eine kurze Regenzeit von Ende Dezember bis April sowie eine lange Trockenphase in den Monaten Mai bis Dezember eingeteilt werden. Aber es gibt natürlich in den verschiedenen Regionen auch Unterschiede. Die heißesten Monate sind Dezember und Jänner und fallen also in die namibische Regenzeit.

Charakteristisch sind stark schwankende Tagestemperaturen. So gibt es im namibischen Winter große Unterschiede zwischen Nacht- und Tagestemperaturen.

Klimatabelle für Windhoek:

Monat Sonnenstunden

pro Tag

durchschnittliche Tagestemperatur Regentage

pro Monat

Jänner 9 30 8
Februar 9 29 9
März 8 27 8
April 9 26 4
Mai 10 23 1
Juni 10 20 0
Juli 10 21 0
August 10 23 0
September 10 27 0
Oktober 10 28 2
November 10 30 4
Dezember 10 31 5

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Entdeckungsreise Namibia Gruppenreise

Mit seinen bis zu 300 Meter hohen, in verschiedenen orangerot schattierten Dünen ist das Sossusvlei der wohl märchenhafteste Sandkasten der Welt.

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Über den Autor:


Susanna blickt bereits auf 35 Jahre Erfahrung in der Reisebürobranche zurück. Ihre unterschiedlichen Reisen nach Asien, Südamerika und auf den afrikanischen Kontinent sind Motivation und Inspiration für ihre Arbeit.
E-Mail: susanne.raidl@taipan.at
Tel.: +43 (1) 90 229-912