Kulinarische Gaumenfreuden

Es zischt, brodelt und dampft an allen Ecken und Enden. Der verführerische Duft von flambierten Meeresfrüchten liegt in der Luft, mischt sich mit dem von gebratenem Gemüse oder gegrillten Hähnchenschenkeln der benachbarten Essensstände, wenige Meter weiter steigt das unwiderstehliche Aroma tropischer Früchte in die Nase.

Wird ein Straßenzug tagsüber reichlich zugeparkt mit Autos, kann er sich allabendlich blitzschnell in ein kulinarisches Schlaraffenland verwandeln. Vielerorts in Thailand werden mit Handkarren herbeigeschaffte Klappstühle und Tische blitzschnell zu einem perfekten Freiluftrestaurant aufgebaut – und meist schon kurze Zeit später sind fast alle Plätze besetzt, wird nach allen Regeln der Kunst gemeinsam geschlemmt.

Denn Thailänder speisen am liebsten in Gesellschaft und genießen dabei die ganze Vielfalt ihrer Landesküche, die bei Weitem nicht nur für sie selbst die beste der Welt ist. Jeder bedient sich mit seinem eigenen Löffel von den zahlreichen Schüsseln und Tellern. Aus westlicher Sicht mag das gewöhnungsbedürftig sein, aber angesichts der Vielfalt kulinarischer Köstlichkeiten ist es einfach notwendig – und zudem erfreulich gesellig. Ob an einem Straßenstand oder im Gourmet-Tempel: Die stets frisch zubereiteten Speisen erweisen sich nicht nur als äußerst schmackhaft, sondern auch besonders kalorienarm und gesund, sodass sie ausgiebiges Schlemmen ohne Reue garantieren. Eine ausgewogene Mischung aus Kräutern und Gewürzen generiert unverwechselbaren Genuss. Knoblauch, Ingwer, Tamarinde, Zitronengras, Minze, Basilikum oder Koriander gehören dazu und natürlich auch frische wie getrocknete Chilischoten: wahre Gaumenkitzler, bei denen tunlichst zu beachten ist, dass ihre Größe in umgekehrtem Verhältnis zur Schärfe stehen kann. Abgeschmeckt wird gern mit einem ordentlichen Schuss fermentierter Fischsoße und erfrischendem Limettensaft.

Kochkurse

Der Besuch eines Kochkurses, wie er von vielen Luxushotels angeboten wird, kann viel Spaß bereiten und zu den Höhepunkten eines jeden Thailand-Urlaubs geraten. Meist beginnt das Erlebnis mit einem versiert geführten Marktbesuch. Dann lassen sich die Teilnehmer in die Rätsel und Raffinessen authentischer Thai-Küche einführen oder lernen, tropische Früchte und Gemüse in bezaubernde Kunstwerke zu verwandeln. Das Erlernte ist ein denkbar originelles Mitbringsel – oder eben auch eine Notwendigkeit, um die in den schönsten Tagen des Jahres gewachsene Sucht nach thailändischen Köstlichkeiten stets auch daheim befriedigen zu können.

Reis

Was dem Mitteleuropäer sein Brot bedeutet, ist dem Thailänder der Reis. Da kann es nicht überraschen, dass kin khao – wörtlich übersetzt „Reis essen“ – das thailändische Pendant zum Begriff „Essen“ ist. Dabei ist ganz egal, um welche Speise es sich handelt. Dass ein typisches Gespräch unter Einheimischen oft mit der Phrase „Kin khao rue yang?“ – wörtlich „Hast du heute schon Reis gegessen?“ – beginnt, unterstreicht die Verwurzelung mit dem Hauptnahrungsmittel. Stets begehrt ist der Jasmin-Reis Khao Hom Mali – ein edler Duftreis mit besonderem Eigengeschmack. Im Norden und Nordosten wird der Klebreis Khao Niau bevorzugt, der nicht zu kochen, sondern in Bambus über heißem Wasser zu dämpfen ist, sodass die einzelnen Körner zusammenkleben und dem Namen alle Ehre machen.

Zahlreiche Nudelsorten

Nicht weniger umfangreich erscheint das Angebot an Nudelsorten: Die weiße, dünne Reisnudel Gueh Tiao weist rein optisch kaum Ähnlichkeiten mit ihrer europäischen Verwandtschaft auf. Sie wird hauptsächlich in würzigen Suppen oder mit Ei gebraten als Phat Thai genossen. Aus Mungobohnenmehl hergestellte Glasnudeln munden als Einlagen in Suppen oder in der erfrischenden Salatvariante Yam Wun Sen. Italienische Spaghetti indes bilden eine wichtige Komponente der immer beliebter werdenden Fusionsküche – und lassen sich unter anderem ideal mit Panaeng-Currys kombinieren.

Örtliche Variationen

Allein schon die örtlich zahlreichen Variationen thailändischer Gerichte sind ein guter Grund, verschiedene Regionen des Landes zu besuchen.

Nordthailand

Die Küche von Nordthailand weist sowohl burmesische als auch laotische Einflüsse auf. Nicht verpassen sollte man es, sich an einer der Chilipasten zu versuchen, da sie zum Beispiel blanchiertes Gemüse in ein Geschmacksfeuerwerk verwandeln können.

Nordosten Thailands

Die Küche des Nordostens basiert vorwiegend auf drei Komponenten, die gern zusammen bestellt werden:

  • gegrilltes Hühnchen
  • Klebreis
  • Som Tam als scharf-saurer Salat aus jungen Papayas, abgeschmeckt mit Fischsoße und viel Chili

Andere Leckerbissen werden zuweilen aus Blättern gegessen – wie Yam Khao, ein wohlschmeckender Reissalat mit Erdnüssen.

Südthailand

In der südlichen Küche Thailands vereinen sich malaiisch-muslimische und chinesische Einflüsse. Am bekanntesten ist das indisch anmutende Curry Gaeng Massaman. König Rama II. schrieb sogar ein Gedicht darüber, weil es sein Leibgericht gewesen ist.

Zentralthailand

Als klassische Küche des Königreichs gilt die von Zentralthailand. Schonend zubereitet in einem Wok, bleibt das Gemüse schön frisch und verführerisch knackig. Nationalgericht des Landes ist die berühmte Suppe Tom Yam Gung (Tom Yum Goong). Nach ihr wurde 2005 sogar ein thailändischer Kinostreifen benannt, der mit Tony Jaa in der Hauptrolle einen internationalen Durchbruch erzielte. Dabei handelt es sich um eine scharfsäuerliche Garnelensuppe mit Zitronengras, die sich aber auch – einem Ragout gleichend und sehr empfehlenswert – mit cremiger Kokosnussmilch und weiterem Meeresgetier als Tom Ka Talae genießen lässt.

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